Glossar · Fachbegriff

Occupancy (Auslastung / Belegungsquote)

Die Occupancy gibt an, wie viele Ihrer verfügbaren Zimmer in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich belegt waren. Formel: belegte Zimmer geteilt durch verfügbare Zimmer, mal hundert.

92 Prozent Auslastung klingt stark. Und ist es — unter einer Bedingung. Der Zimmerpreis muss stimmen. Ein Haus mit 92 Prozent Occupancy bei 95 Euro ADR verdient pro verfügbarem Zimmer weniger als ein Haus mit 78 Prozent Occupancy bei 149 Euro ADR. RevPAR macht diesen Unterschied sichtbar: im ersten Fall 87,40 Euro, im zweiten 116,22 Euro. Vollbelegung ist kein Erfolgsindikator. Sie ist ein Anfangsverdacht.

Was wir in der Praxis sehen: Viele Häuser optimieren auf Auslastung — weil die Zahl im Gespräch gut klingt und weil volle Häuser das Team motiviert. Das ist menschlich. Aber ein Hotel mit dauerhaft hoher Occupancy und stagnierendem RevPAR hat nicht ein Preis-, sondern ein Analyse-Problem. Die Zahl fehlt, nicht der Wille. In Häusern ohne Echtzeit-Reporting wird Occupancy oft erst aus dem Monatsbericht abgelesen — zu diesem Zeitpunkt ist die Saison längst vorbei.

Occupancy ist ein Baustein, nicht die Antwort. Wer sie im Zusammenspiel mit ADR und RevPAR liest, steuert. Wer sie allein betrachtet, verwaltet.

Ihre Situation

Fragen zu Occupancy in Ihrem Betrieb?

Maximilian Bräu begleitet inhabergeführte Häuser im DACH-Raum bei der Analyse und Steuerung ihrer Kennzahlen – konkret, vor Ort, ohne Beraterkosmos.

Erstgespräch vereinbaren →

← Zurück zum Glossar

Finden

Esc schließt · Cmd/Ctrl+K öffnet.

+49 151 46 19 12 17