ADR – Average Daily Rate (Durchschnittlicher Zimmerpreis)
ADR steht für Average Daily Rate — also den durchschnittlichen Zimmererlös pro belegtem Zimmer. Er zeigt, zu welchem Preis ein Hotel seine Zimmer tatsächlich verkauft — nicht was auf der Preisliste steht.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Listenpreise sagen wenig, wenn Rabatte, Frühbucher und Packages den tatsächlichen Zimmererlös drücken. Der ADR zeigt die Realität.
Was wir in der Praxis sehen: Ein Hotel im Voralpenraum — 60 Zimmer, gehobene Drei-Sterne-Kategorie — steigert seinen ADR innerhalb eines Jahres um 8 %, von 115 € auf 124 €. Auf den ersten Blick: gut gemacht. Auf den zweiten Blick fällt der RevPAR. Die Auslastung sinkt von 76 % auf 67 %, weil ein Teil der Stammgäste ausbleibt. Das Hotel verdient pro belegtem Zimmer mehr — aber es belegt weniger Zimmer. Unterm Strich weniger Zimmererlös, nicht mehr. Der ADR ist gestiegen, das Ergebnis nicht. Genau das passiert, wenn Preis und Nachfrage nicht zusammen gedacht werden. ADR allein reicht nicht — er braucht immer den RevPAR als Gegenprobe.
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Maximilian Bräu begleitet inhabergeführte Häuser im DACH-Raum bei der Analyse und Steuerung ihrer Kennzahlen – konkret, vor Ort, ohne Beraterkosmos.