Kostenstelle
Eine Kostenstelle ist eine organisatorische Einheit, der Kosten und Erlöse eindeutig zugeordnet werden. Im Hotel bedeutet das: Rooms, F&B, Spa, Housekeeping — jede Abteilung mit eigenem Ergebnis, sichtbar und steuerbar.
Solange alles in einem Topf landet, weiß ein Haus, ob es gesamt profitabel ist. Es weiß aber nicht, was sein Restaurant wirklich kostet — und was das Zimmergeschäft davon trägt.
Was wir in der Praxis sehen: Ein 4-Sterne-Haus mit Hotelrestaurant und Spa weist im Jahresergebnis ein knapp positives EBIT aus. Die Kostenstellen-Aufgliederung zeigt ein anderes Bild: Rooms läuft mit 22 % Marge, F&B mit minus 4 %, Spa mit minus 11 %. Das Zimmergeschäft finanziert den Rest. Ohne diese Aufschlüsselung — keine Diskussion, kein Handlungsdruck, keine Korrekturmaßnahme. Mit ihr: eine konkrete Entscheidungsgrundlage. Ob das Haus das Restaurant trotzdem weiterführen will, ist eine unternehmerische Entscheidung. Das ist legitim. Aber es ist dann eine bewusste Entscheidung — keine stille Quersubvention, die das Ergebnis von Jahr zu Jahr drückt.
Fragen zu Kostenstelle in Ihrem Betrieb?
Maximilian Bräu begleitet inhabergeführte Häuser im DACH-Raum bei der Analyse und Steuerung ihrer Kennzahlen – konkret, vor Ort, ohne Beraterkosmos.